Abhängigkeit und Aufrichtigkeit

Viel zu oft machen wir unsere Mitarbeiter abhängig von den Führungskräften. Wir misstrauen und verhindern, statt dass wir zutrauen und ermöglichen. Fehlende Aufrichtigkeit ist die Folge.

Wie deutlich doch unsere Sprache zum Ausdruck bringt, welche Führungskräfte dann wirken. Hängen lassen versus Aufrichten.

Manchmal kann es hilfreich sein, dieses Hängenlassen auszuprobieren, sich selbst mal von einem Türreck hängen lassen, ein Lot hängen lassen, die Schultern hängenlassen…

Wenn wir uns hineinspüren, tritt wie von selbst nach einer Zeit der Wunsch nach Aufrichtung ein. Auch hier kann die Nachempfindung helfen: aufrecht stehen, einen Besenstiel auf dem Finger balancieren …

Beides jeweils für sich genommen führt in der dauerhaften Ausübung zu Ermüdungserscheinungen und ruft den Gegenpol hervor. Es geht vielmehr um das gesunde Wechselspiel zwischen Aufrichung und Abhängigkeit. Schenken wir unseresn Mitarbeitern zu viel Zutrauen, werden wir von ihnen zu abhängig.

Hinzu kommt, dass das Bedürfnis nach Abhängigkeit und Zutrauen nicht bei jedem gleich ist, sondern individuell von den intrinsischen Motivausprägungen bedingt wird.

Wenn Sie als Führungskraft glauben, dass Sie für ihre Mitarbeiter dieses Mass alleine bestimmen und erkennen können, sorgen Sie für eine Einseitigkeit in der Beziehung, die gefährlich ist. Trauen Sie sich doch einfach mal zu, mit ihren Mitarbeitern über diese Beziehungsebene zu sprechen. Sie werden überrascht sein, auf welchen Ebenen ihr Mitarbeiter mehr Abhängigkeit oder Aufrichtigkeit einfordert oder liefert.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in den März!

 

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